Gerhard Botz


Nationalsozialismus in Wien

Machtübernahme, Herrschaftssicherung, Radikalisierung 1938/39

Thema des Buches ist die nationalsozialistische Politik in Wien vom März 1938 bis zum Vorabend des Zweiten Weltkrieges. Die Charakterisierung durch Botz als sozialgeschichtliche Politikgeschichte im Bereich einer Großstadt beschreibt den Ansatz der Studie prägnant. In chronologischer Erzählung, beginnend mit der nationalsozialistischen Machtübernahme, informiert sie auf einer ungemein breiten Quellenbasis über den institutionellen Bereich der NS-Herrschaft in Wien, die nationalsozialistische Durchdringung der Gesellschaft und partiell auch die wirtschaftspolitischen Weichenstellungen. Die Wechselwirkungen von Staat bzw. Bürokratie und Partei sowie die Bestrebungen des nationalsozialistischen Herrschaftsapparats, auf um ihre Autonomie ringende Sphären der Gesellschaft (z.B. katholische Kirche) Einfluss zu nehmen, stehen im Mittelpunkt der Darstellung. Das Buch lässt sich als Fallstudie zur Dynamik des Verhältnisses zwischen „autoritär-ordnungsstaatlichen“ Elementen und der Autonomie des Nationalsozialismus als „Bewegung“ lesen.
Als ursprünglich erste gesellschaftspolitische Politik-Geschichte auf regionaler Ebene in Österreich hat dieses jetzt überarbeitete und ergänzte Buch seit seinem Erscheinen 1978 nichts an Relevanz verloren. Ein Standardwerk zum »Anschluss« vor 70 Jahren.

[]bDieses Buch ist leider vergriffen.

 

Von Gerhard Botz sind im Mandelbaum Verlag auch lieferbar:

Schweigen und Reden einer Generation

Gerhard Botz
Nationalsozialismus in Wien
Machtübernahme, Herrschaftssicherung, Radikalisierung 1938/39
29.80 €
734 Seiten
Format: 15,3x24
englische Broschur
ISBN: 978385476-252-2
Erschienen: März 2008
vergriffen