Markus Grafenburg


Gemeinschaft vor dem Gesetz

Jüdische Identität bei Franz Kafka

Franz Kafkas Werk als Insigne jüdischer Tradition: Perikopen der hebräischen Bibel, Gedanken des sagenhaften Rabbi Löw von Prag und Verse in Böhmen gebräuchlicher Gebetsbücher leuchten durch Kafkas Œuvre, seine Tagebücher und Briefe hindurch – an der Notwendigkeit des »Kommentars« festhaltend, schreibt sich Kafka vor dem Hintergrund seiner Zeit in eine »Gemeinschaft vor dem Gesetz« ein.
Angesichts der Conditio moderna Judaica geschieht Kafkas Bezugnahme auf Elischa ben Avuja als einer häretischen Gestalt im rabbinischen Judentum nicht zufällig, ereignet sie sich doch zu der Zeit seiner Begegnung mit dem »Ostjudentum«: Bewusstwerdung der eigenen jüdischen Identität und Geburt als subversiver Schriftsteller fallen zusammen.
Nicht nur die Aporien der Moderne, sondern auch das ungewisse 21. Jahrhundert können in Kafkas Werk gespiegelt werden, was seine Lektüre bis heute so unerschöpflich macht.

24.90 €
248 Seiten
Format: 13.5x21
englische Broschur
ISBN: 978385476-809-8
Erschienen: Juni 2016
lieferbar