Anna Leder, Mario Memoli, Andreas Pavlic (Hg.)


Die Rätebewegung in Österreich

Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie

Marx sprach von Räten als der »endlich entdeckten Form, unter der die ökonomische Befreiung der Arbeit sich vollziehen kann«, Hannah Arendt von einem System, das »selbst nur offenbar wiederholte, was sich bereits vorher ereignet hatte, ohne dass man jedoch von einer bewussten Nachahmung oder einer noch so vagen Erinnerung des Vergangenen sprechen konnte«. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 organisierten sich hunderttausende ArbeiterInnen und Sol­daten in Räten – sowohl als Akt sozialer Notwehr angesichts des durch den ersten Weltkrieg verursachten Elends, aber auch im Sinne der Idee einer dauer­haften emanzipatorischen gesellschaftlichen Alternative.
Der Band versammelt Texte zur Geschichte der Rätebewegung in Öster­reich, ihr Verhältnis zu den Bewegun­gen in Ungarn und Deutschland, zur ­Rolle der Frauen in der Rätebewegung, zur psychoanalytischen Dimension dieser »Gemeinschaft der Brüder«, zu auto­didak­tischem Schreiben und dem Publikationswesen dieser Zeit und nicht zu­letzt zu ihrer Verbindung zu heutigen sozialen Bewegungen.

Anna Leder, Mario Memoli, Andreas Pavlic (Hg.)
Die Rätebewegung in Österreich
Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie
ca. 17.00 €
ca. 250 Seiten
Format: 12x17
englische Broschur
ISBN: 978385476-680-3
Erscheint: Jänner 2019
in Vorbereitung

 

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