Britta Schinzel (Hg.)


Rudolf Schönwald – Graphik erzählt

»Kunst, die nicht politisch ist, ist sinnlos!« Dieses Motto definiert Rudolf Schönwalds Haltung zu seiner eigenen Kunst-Produktion bis heute. In seiner Kindheit und Jugend war er ein Verfolgter des Nationalsozialismus, wobei seine vielen Künste und Begabungen ihm sowohl physisch wie psychisch zu überleben halfen und seine Beobachtungsgabe in Gesellschaft und Politik schärften. Auch wenn sich die Stile, Techniken und Inhalte seiner Werke entlang der Zeitläufte des nun bald 90-Jährigen stets sehr stark verändert und weiterentwickelt haben, und sich das Aufrührerische später zuweilen sarkastisch oder karikierend in den Graphiken äußerte, so scheint beim reifen Zeichner die Weltsicht schließlich mehr und mehr über die unangepasste Themenwahl der verfallenden Industrieanlagen durch. Das Buch jedoch zeigt nicht nur repräsentative Beispiele seiner Kunst, er spricht vielmehr zu uns durch seine Freunde und Freundinnen, welche seine exorbitante Erzählkunst und Theaterarbeit reproduzieren. Denn, so schreibt sein Freund, der Architekt Friedrich Kurrent, über ihn: »Bisher hat er sich verweigert, sein Leben aufzuschreiben, oder überhaupt seine Sprachgewalt der schriftlichen Aufzeichnung zu überantworten, sonst wäre er bildender Künstler und Schriftsteller.«
Mit einem Vorwort von Barbara Coudenhove-Kalergi und Beiträgen u.a. von Paul Flora, Ditha Brickwell, Theo Buck und John Sailer.

Britta Schinzel (Hg.)
Rudolf Schönwald – Graphik erzählt
29.90 €
ca. 208 Seiten
Format: 17 x 24
englische Broschur
ISBN: 978385476-580-6
Erschienen: Juni 2018
lieferbar

 

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