Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal


»Arbeitsscheu und moralisch verkommen«

Verfolgung von Frauen als »Asoziale« im Nationalsozialismus

Die nationalsozialistische Idee vom »reinen Volkskörper« kannte viele Ausschlusskriterien. In erster Linie waren sie ­rassistisch begründet und die »Volksgemeinschaft« daher exklusiv »arisch« konzipiert, in zweiter Linie galt es, die »schädlichen Elemente« innerhalb der eigenen Reihen zu ­entfernen. Darunter fielen auch Frauen, die aufgrund ihrer vermeintlich fehlenden Arbeitsmoral (»arbeitsscheu«) oder eines »amoralischen« Lebenswandels in den Fokus der ­Behörden gerieten. Dieses Verhalten wurde als »gemeinschaftsfremd« eingestuft und seine erbliche Veranlagung zu belegen versucht. Einweisungen in Arbeitsanstalten, Gefängnis- und KZ-Haft wie auch Zwangssterilisationen waren die Folgen. Beispiele aus den Gauen Wien und Niederdonau belegen zahlreiche dieser Frauenschicksale und das mit der Verfolgung verbundene behördliche Prozedere. Gerichtsverfahren und die Abwicklung von Entschädigungsanträgen zeigen, dass die Stigmatisierung von Frauen als »asozial« auch nach 1945 anhielt und auf vielen Ebenen nachteilige Folgen für Frauen hatte.

 

Von Helga Amesberger sind im Mandelbaum Verlag auch lieferbar:

Lebendiges Gedächtnis

Sexualisierte Gewalt

 

Von Brigitte Halbmayr sind im Mandelbaum Verlag auch lieferbar:

Sexualisierte Gewalt

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal
»Arbeitsscheu und moralisch verkommen«
Verfolgung von Frauen als »Asoziale« im Nationalsozialismus
29.00 €
ca. 420 Seiten
Format: 13,5 x 21
englische Broschur
ISBN: 978385476-596-7
Erscheint: April 2019
in Vorbereitung

 

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