Freitag, 02. Oktober 2015, 19 Uhr


"Schleppen, Schleusen, Helfen" - Gespräch und Buchankündigung

 

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Im Kontext der Fluchtbewegungen der Jahre 1933-1945 fanden illegale Grenzübertritte wesentlich häufiger statt als allgemein bekannt. Sie erwiesen sich vielfach als lebensrettend. Dennoch wurden die Helferinnen und Helfer oft in undifferenzierter Weise kriminalisiert, obwohl nur ein Teil von ihnen primär aus finanziellem Interesse oder ausbeuterischer Absicht handelte. Auch in den Nachkriegsjahrzehnten war Fluchthilfe von großer Bedeutung.

Heute ist das Thema angesichts der immer rigoroseren Abwehrmaßnahmen, mit denen die »Festung Europa« gesichert werden soll, brisanter denn je.

Es diskutieren:
Gabriele Anderl, Zeithistorikerin, Autorin, Mitherausgeberin
Herbert Langthaler, Sozialanthropologe, asylkoodination Österreich

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge)

Zeit & Ort:
Freitag, 2. Oktober, 19.00 Uhr
DEPOT, 1070 Wien, Breitegasse 3.

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GabrieleAnderl, Simon Usaty(Hg.)
Schleppen, Schleusen, Helfen.
Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung.
Wien, Mandelbaum Verlag, Erscheinungstermin: November 2015.
Link zum Buch

 

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