Mittwoch, 15. Juni 2016, 18.30 Uhr


Buchpräsentation Von Opfern, Tätern und jenen dazwischen"

 

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Es stellt sich nicht die Frage, ob es im Österreich der Nachkriegsjahre Antisemitismus gab, sondern welchen Einfluss er auf die Konstruktion der Zweiten Republik hatte. Der aktive und nicht-aktive Antisemitismus der politischen Eliten offenbarte sich in den Willensbildungsprozessen rund um die Entnazifizierung, die widerwillige Restitution oder die nicht erfolgte Einladung zur Rückkehr in die alte Heimat.
Die Autorin macht in diesem Band die politischen Prozesse anhand der stenographischen Protokolle des Nationalrats gut nachvollziehbar. Es zeigt sich deutlich, dass die politischen Eliten Juden nicht als gleichwertigen Teil der Gemeinschaft angesehen haben.
Die neu gesetzten Normen begründeten eine Gesellschaft, in der sich der Nachkriegsantisemitismus in neuem, angepassten und nichtsdestotrotz diskriminierendem und aus grenzendem Gewand zeigte.

Barabara Serloth und Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, im Gespräch über das Buch.

Zeit & Ort:

Mittwoch, 15. Juni um 18:30 Uhr (Einlass 18:15 Uhr)
Jüdisches Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Vienna


bibliografische Angaben:

Barbara Serloth
Von Opfern, Tätern und jenen dazwischen
Wie Antisemitismus die Zweite Republik mitbegründete
302 Seiten | Format 13,5x20,5 | englische Broschur | 24.90 ¤
ISBN: 978385476-497-7
Link zum Buch: http://www.mandelbaum.at/books/764/7667

 

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