Montag, 20. Juni 2016, 19 Uhr


Andreas Pittler liest, anlässlich des Weltflüchtlingstags, aus seinem Buch "Das Totenschiff"

 

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Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag
Die UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. Dieser Tag wird in vielen Ländern von Aktivitäten und Aktionen begleitet, um auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen.

Aus Anlass des Weltflüchtlingstags findet am Montag, 20.Juni um 19:00 Uhr, in Lhotzkys Literaturbuffet in der Rotensterngasse 2/ Ecke Taborstraße 28 eine Vorablesung aus dem Buch: "Das Totenschiff" statt. Das Buch ist ab 27. Juni in allen Buchhandlungen erhältlich!


Der Roman "Das Totenschiff" weist erschütternde Parallelen zur aktuellen Situation auf: 800 Menschen versuchen auf einem Schiff vor Krieg und Vernichtung zu flüchten, doch am Ende wird ein einziger überleben!

Der Inhalt des Romans ist eng an die historischen Verhältnisse angelehnt und behandelt ein unbekanntes Kapitel des Holocaust: Rumänien während des 2. Weltkriegs unter Diktator Antonescu. Unter seiner Herrschaft werden hunderttausende Juden verfolgt, deportiert, ermordet. Der rumänische Faschismus steht dem deutschen in nichts nach - im Gegenteil! Nur einigen Tausend Juden gelang es damals, nach Palästina auszuwandern, wobei sie sich vom rumänischen Staat loskaufen mussten.

800 jüdische Flüchtlinge ergattern eine Schiffspassage nach Palästina (damals unter englischem Mandat), das Schiff stellt sich jedoch als kaum seetauglicher Schrottkahn heraus. Es ist zudem heillos überladen und erreicht (nach einem Totalmotorschaden) schließlich doch den Hafen von Istanbul. Doch zum Entsetzen der Menschen an Bord dürfen sie das Schiff nicht verlassen! Die Briten erlauben die Einreise nach Palästina nicht aufgrund fehlender Visa, und auch die Türken lassen keinen einzigen Menschen an Land. Mehr als zwei Monate(!) dauern die politischen Verhandlungen, bis das (fahrunfähige) Schiff schließlich wieder aufs offene Meer geschleppt wird. Dort wurde es nach einigen Tagen von einem Torpedo unbekannter Herkunft beschossen, das Schiff sinkt innerhalb kurzer Zeit. Dabei sterben schließlich alle Menschen im eiskalten Wasser - bis auf einen einzigen, den 19-jährigen David Stoliar, der die Geschichte erzählt.

Link zum Buch & Bestellmöglichkeit

Die Geschichte des Schiffs namens "Struma" wurde mehrfach literarisch bearbeitet. Es gibt auch einen Wikipedia Eintrag dazu.


 

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