Donnerstag, 16. März 2017, 19.30 Uhr


Dornbirn: "Abtreibung vor Gericht. Vor, während und nach dem Nationalsozialismus"

 

Als Abtreibung nicht nur strafrechtlich verboten war, sondern bis 1975 von Polizei und Justiz auch als Verbrechen verfolgt wurde, entwickelte sich eine Art illegaler Markt für den Abbruch unerwünschter Schwangerschaften. Hier agierten vielfach Frauen und Männer ohne jegliche medizinische Ausbildung als AbtreiberInnen und boten ihre Dienste gegen Entgelt an – für ärmere Frauen in Not meist der einzige Ausweg. Die Austrofaschisten verschärften die Verfolgung des Verbrechens der Abtreibung, und für die Nazis kam die Abtreibung an „deutschen“ Frauen einem „Verbrechen gegen die Volksgemeinschaft“ gleich. Nach 1945 wurden Abtreibungen dann wieder mit „normalen“ strafrechtlichen Maßnahmen geahndet.

Sylvia KÖCHL, Aktivistin der "Österr. Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen", Journalistin und Autorin des Buchs "'Das Bedürfnis nach gerechter Sühne'. Wege von 'Berufsverbrecherinnen' in das Konzentrationslager Ravensbrück", hier der Link zum Buch und Bestellmöglichkeit.

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16.3., ab 19:30 Uhr im "Spielboden" in Dornbirn
Färbergasse 15 | Rhombergs Fabrik | 6850 Dornbirn.
siehe Spielboden .







 

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