Editorial

 

5 Jahre Mandelbaum Genossenschaft

 

Am 1. April 2021 begann die Ära des Mandelbaum Verlags als Genossenschaft im Eigentum der Mitarbeiter:innen. Wir können es fast nicht glauben – so schnell ist die Zeit vergangen. Und wir freuen uns über fünf Jahre kollektives Arbeiten! Feiern werden wir dieses Jubiläum gemeinsam mit dem 30. Verlags-Geburtstag im Herbst. Wir halten Sie und Euch auf dem Laufenden!

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Wir trauern um Alfred J. Noll

 

Der Mandelbaum Verlag trauert um Alfred J. Noll, der nicht nur Autor des Verlags war, sondern uns als befreundeter Experte für Medien- und Urheberrecht immer wieder mit Rat und Expertise zur Seite stand. Mit ihm verliert der Verlag einen verlässlichen Unterstützer und wichtigen Autor. Für die Gesellschaft bedeutet sein Tod den Verlust eines engagierten linken Anwalts und eines bedeutenden kritischen Gesellschaftstheoretikers.

        Seine Studien zu John Locke, Thomas Hobbes und Charles Montesquieu sind ebenso wie seine Veröffentlichungen zur kritischen Rechtstheorie sowie die Herausgabe und Übersetzungen der Schriften des italienischen marxistischen Philosophen Galvano Della Volpe von enormer Bedeutung für eine materialistische Analyse der kapitalistischen Gesellschaft, in der wir leben. (Foto: Christopher Mavrič)

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10. April 2026, 19 Uhr, Wien
"Linker Antisemitismus" Zur Kritik eines Kampfbegriffs

 

Wann wird Israelkritik als antisemitisch eingeordnet? Gerhard Hanloser beleuchtet die Geschichte und Funktion des Antisemitismusvorwurfs im politischen Diskurs und fragt nach seinen Folgen für Debatten über Israel, Krieg und Meinungsfreiheit.
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16. April 2026, 19.30 Uhr, Salzburg
Soziallehre und Demokratiebildung

 

Buchpräsentation von und Gespräch zu Seismograph und Impulsgeberin. Die Katholische Sozialakademie Österreichs 1958–2021 von Josef P. Mautner

 

Die ksœ hat über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg die Katholische Soziallehre in den Bereichen von Forschung, Erwachsenenbildung sowie betrieblicher Entwicklungsarbeit in Kirche und Gesellschaft eingebracht. Sie war eine wesentliche Akteurin in sozialethischen und gesellschaftspolitischen Diskursen.
Die Buchpräsentation bietet Einblicke in die Arbeit der ksœ von ihrer Gründung 1958 bis zum sogenannten „Relaunch“ 2021. Zusätzlich werden Zukunftsperspektiven für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen gegeben. Eine dieser Zukunftsperspektiven – Demokratiebildung in einer polarisierten Gesellschaft – wird im anschließenden Gespräch zum Thema.

 

Referierende:
Josef P. Mautner, Literaturwissenschaftler und Theologe, Menschenrechtsaktivist, Salzburg
Katharina Novy, Soziologin, Historikerin und Erwachsenenbildnerin, Wien
P. Alois Riedlsperger SJ, Sozialwissenschaftler und Theologe, Direktor der ksœ bis 2013, Wien

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16. April 2026, 20 Uhr, 33602 Bielefeld
Lesung & Gespräch: "Franco muss vergessen werden". Der Spanische Bürgerkrieg und das Erinnern

 

90 Jahre nach dem Spanischen Bürgerkrieg: Eine Intervention gegen die franco-faschistischen Mythen.

 

Autor Thomas Stölting spricht im Eulenspiegel über den Spanischen Bürgerkrieg und sein Nachwirken in die aktuelle spanische Politik.

 

Am Donnerstag, 16. April 2026 um 20:00 Uhr

Lesung und Gespräch im Buchladen Eulenspiegel

Hagenbruchstraße 7 in 33602 Bielefeld
Anmeldung erwünscht an: mail@buchladen-eulenspiegel.de

 

save the date: in Berlin

Donnerstag, 28. Mai 2026 um 20:00 Uhr

Lesung und Gespräch im Buchhändlerkeller Berlin

Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz

Alt-Lietzow 12 in 10587 Berlin-Charlottenburg

Anmeldung erwünscht an: kontakt@buchhaendlerkeller-berlin.de

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20. April 2026, 18.30 Uhr, Wien
Julia Blechinger liest aus "Ruth Maier - Es wartet doch so viel auf mich“

 

Ruth Maier wurde am 10.11.1920 in Wien geboren. Sie wuchs in einem wohlbehüteten, bürgerlichen Heim in Währing auf. Die Familie gehörte zu den “säkularen“ Juden in Österreich. Mit der Annektierung des Landes im März 1938 wurden Ruths Zukunftspläne und Hoffnungen abrupt beendet. Der Tag der sogenannten Reichskristallnacht war ihr 18. Geburtstag. Während es ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter gelang, rechtzeitig nach England zu fliehen, emigrierte Ruth 1939 alleine nach Norwegen. Dort lebte sie vier Jahre als Flüchtling, bis sie, während der großen „Judenaktion“ im Spätherbst 1942, in Oslo verhaftet und nach Auschwitz deportiert wurde. Dort wurde sie wenige Tage nach ihrer Ankunft am 1. Dezember 1942 ermordet. ...

 

Schauspielerin Julia Blechinger liest im Jüdisches Museum Wien aus Ruths Tagebüchern.

Adresse: Dorotheergasse 11, 1010 Wien. Zur Anmeldung

 

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21. April 2026, 18.30 Uhr, 1040 Wien
Der Nordbahnhof als Deportationsort. Präsentation im WienMuseum

 

Auf dem Gelände des ehemaligen Aspangbahnhofs in Wien erinnert heute ein Mahnmal an die Massendeportationen von rund 45.500 Jüdinnen und Juden.

 

Weniger präsent im öffentlichen Gedächtnis ist, dass sich die Deportationen ab 1943 auf den Wiener Nordbahnhof verlagerten – einem Ort, der bereits zuvor über “Schutzhaft”-Transporte der Gestapo zu einer direkten Verbindung zwischen Wien und Auschwitz wurde. Zwischen 1943 und 1945 wurden von dort mehr als 2.000 als jüdisch definierte Menschen in 33 Transporten nach Theresienstadt und Auschwitz verschleppt.

 

Die wissenschaftliche Publikation – geschrieben von Michaela Raggam-Blesch, Dieter Hecht und Heidemarie Uhl – widmet sich erstmals der Dokumentation und historischen Einordnung dieses Deportationsortes und rückt seine Bedeutung ins Bewusstsein.

 

Das Gespräch mit Michaela Raggam-Blesch und Dieter Hecht führt Matti Bunzl.


Dienstag, 21. April 2026, 18:30–20:00
Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8

Anmeldung erforderlich

 

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12. Mai 2026, 19.30 Uhr, 1200 Wien
Buchvorstellung: "Frei denken, frei leben". Über die Biografie Olga Misařs

 

Autorin Brigitte Rath im Gespräch mit Anna Katharina Laggner über ihr Buch: Frei denken, frei leben. Olga Misař Aktivistin . Pazifistin . Feministin

 

Am Dienstag, 12. Mai 2026, Einlass 19 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr
RundPunkt 11 (vormals Aktionsradius Augarten)

Gaußplatz 11, 1200 Wien


Olga Misař gehörte zu den politisch aktivsten Frauen ihrer Zeit – nicht nur in Österreich, sondern auch international. 1919, bei den ersten österreichischen Wahlen, an denen Frauen teilnehmen durften, kandidierte sie für die Demokratische Mittelstandspartei, die den Einzug ins Parlament allerdings verfehlte. Als Journalistin, Schriftstellerin und Aktivistin war sie öffentlich präsent.

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15. Mai 2026, 14 Uhr — 17. Mai 2026, 18 Uhr, Wien
Kritische Literaturtage - Buchmesse in der Brunnenpassage

 

Wie jedes Jahr werden auch 2026 unabhängige und kleine Verlage aus Wien und dem deutschsprachigen Raum vorgestellt. Diese sind eingeladen, ihr Sortiment an alternativen, gesellschafts- und sozialkritischen Büchern zu präsentieren. Politische Initiativen, die Zeitschriften und Broschüren herausgeben, sind ebenso immer vertreten.
Ein ansprechendes Rahmenprogramm mit Lesungen, Buchpräsentationen und Gesprächen – alles bei freiem Eintritt! – bringt interessierte BesucherInnen, AutorInnen und VerlegerInnen in solidarischer Atmosphäre in Kontakt.

 

Freitag, 15. Mai: 14–20 Uhr
Samstag, 16. Mai: 12–18 Uhr
Sonntag, 17. Mai: 12–18 Uhr


Veranstaltungsort der Buchmesse:
KunstSozialRaum Brunnenpassage
Brunnengasse 71 / Yppenplatz, 1160 Wien

 

34 teilnehmende Verlage und Initiativen. 15 Lesungen im Rahmen der Messe. 

 

Autor Stefan Marx liest aus seinem neuen Buch "Drogen und Kapital" am Sonntag, den 17. Mai um 17 Uhr. 

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20. Mai 2026, 19 Uhr — 20 Uhr, Wien
Buchpräsentation "Drogen und Kapital"

 

Autor Stefan A. Marx präsentiert sein Buch "Drogen und Kapital", in welchem er die globale Drogenökonomie im Spannungsfeld von Befreiung und Unterdrückung analysiert. Im Gespräch mit Alex Soliman beleuchtet er historische Entwicklungen, ökonomische Interessen und politische Verflechtungen – und diskutiert, welche Rolle Drogenmärkte in gegenwärtigen Machtstrukturen spielen. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Austausch.

 

Wo: Thalia Wien - Mariahilferstraße

Wann: 20. Mai 2026 ab 19 Uhr

 

Der Eintritt ist frei.

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20. Mai 2026, 18 Uhr, Graz
Zwei Frauen im Spanischen Bürgerkrieg

 

Goldy Parin-Matthèy und Marie Langer

Unter den über 1.400 Freiwilligen aus Österreich auf der Seite der Spanischen Republik (1936-39) befanden sich auch 34 Frauen, die vor allem – aber nicht nur – im Sanitätsdienst der Internationalen Brigaden tätig waren.

In zwei aktuellen Büchern über die aus Graz stammende Goldy Matthèy bzw. von der aus Wien stammenden Marie Langer werden die Wege dieser beiden Spanienkämpferinnen nachgezeichnet.

In beiden Büchern wird neben deren Sozialisation und ihrem politischen Engagement nicht nur im Spanischen Bürgerkrieg, sondern auch danach auch auf ihre Tätigkeit als Psychoanalytikerinnen in Westafrika bzw. Lateinamerika eingegangen.

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28. Mai 2026, 18.30 Uhr, 1010 Wien
Buchpräsentation "Jüdisches Leben in Wien Landstraße"

 

Gabriele Anderl stellt ihr Buch "Jüdisches Leben in Wien Landstraße" im Gespräch mit Robert Graham Knight vor.

 

Donnerstag, 28. Mai 2026 um 18:30 Uhr
Museum Dorotheergasse

Einlass 18:00 Uhr
Eintritt frei, Anmeldung erbeten



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»Frau mit Courage«

 

Im Ö1-Radiokolleg des Österreichischen Rundfunks wurde in der ersten Märzwoche eine Reihe von Portraits von »Spanienkämpferinnen«, also von Frauen, die bei den Interbrigadist:innen im Spanischen Bürgerkrieg waren, gesendet. Darunter auch Goldy Parin-Matthèy. Die Schriften der bekannten Psychoanalytikerin – zusammen mit Beiträgen zu ihrer Biographie – erschienen im Herbst 2025 im Mandelbaum Verlag.

Die Sendung können Sie hier nachhören.

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Ausstellung am Wiener Heldenplatz: „Ich bin Ruth"

 

Die Ausstellung „Ich bin Ruth. Das kurze Leben der Ruth Maier“ findet in Kooperation mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) von 18. September 2025 bis 15. Oktober 2026 im Äußeren Burgtor der Wiener Hofburg am Heldenplatz statt.

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