Editorial

 

Liebe LeserInnen, liebe FreundInnen des Mandelbaum Verlags

 

Die Corona-Krise hat natürlich auch uns ganz schön aus der Bahn geworfen. Sämtliche Buchpräsentationen wurden abgesagt, im Moment ist es aufgrund der damit verbundenen ökonomischen und logistischen Unabwägbarkeiten unklar, wann unsere kommenden Neuerscheinungen in den Handel kommen. Wir werden sie jedenfalls über unseren Newsletter, auf unserer Homepage und auf Facebook am Laufenden halten.
Viele Buchhandlungen bieten nun an, Bücher über den Postweg zu verschicken. Im Sinne des Erhalts der wichtigen Buchhandels-Infrastruktur rufen wir dazu auf, nach Möglichkeit kleine, regional verankerte Buchhandlungen zu unterstützen. Sämtliche lieferbaren Titel sind darüber hinaus direkt über unseren Webshop (jetzt in Deutschland und Österreich ohne Versandkosten) bestellbar. Wir freuen uns, wenn sie uns auch in diesen schwierigen Zeiten die Treue halten. Mit Solidarität, gegenseitiger Hilfe und viel Zeit zum Lesen werden wir es schaffen! Und lassen wir den großen Onlinehändler nicht zum Corona-Kriegsgewinnler werden.

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04. April 2020, 18 Uhr — 22 Uhr, St. Gerold
Abgesagt! Buchpräsentation: »Zeit der Prüfungen«

 

Die Veranstaltung wurde abgesagt und wird nachgeholt! Der Zeitpunkt steht noch nicht fest.

 

Erinnerungen von Lotte Dorowin-Zeissl (1920–2008) an ihre Gefangenschaft im besetzten Frankreich und im KZ Ravensbrück. Ihre Berichte thematisieren die sozialen Strukturen und Hierarchien im Konzentrationslager und die schwierigen Bedingungen nach der Befreiung. 

 

Zum Buch sprechen der Herausgeber Gerald Stourzh und Irene Dworak-Dorowin. Es liest Brigitte Walk.

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05. Mai 2020, 19 Uhr, 1040 Wien
»Exodus der Talente« im Radiokulturhaus

 

Save the date:
Präsentation im ORF Radiokulturhaus 

Moderation Irene Suchy

wird auch per livestream übertragen

Zum Buch
»Exodus der Talente - Heinrich Schnitzler und das Deutsche Volkstheater Wien 1938–1945«

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Zweiter Platz beim Hörspiel des Jahres

 

Den zweiten Platz bei der Publikumswahl zum "Hörspiel des Jahres" vergaben die Hörerinnen und Hörer an "Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus" von Christine Lavant. 1935 verbrachte die Kärntner Schriftstellerin Christine Lavant als Zwanzigjährige, nachdem sie einen Suizidversuch mit Medikamenten unternommen hatte, sechs Wochen in der "Landeskrankenanstalt Klagenfurt".

1946, elf Jahre später, schrieb sie ihre Erlebnisse mit Patientinnen, Pflegerinnen und Ärzten in der Institution Psychiatrie nieder. Sie "verdichtet ihre Erlebnisse und Empfindungen zu einem grotesk-realistischen Spiegelbild, in dem die Verhaltensweisen, die Hierarchien, die Machtstrukturen und Unterdrückungsmuster einer rigiden Klassengesellschaft sichtbar werden", so Klaus Amann, einer der Herausgeber von Lavants Gesamtwerk. Peter Rosmanith komponierte mit Franz Hautzinger und Matthias Loibner, die gemeinsam als "Brot & Sterne" auftreten, die Musik und führte Regie. Gerti Drassl verkörperte Christine Lavant. Im Mandelbaum Verlag erschien 2019 das Hörspiel als Klangbuch.

Zum Buch

Zum Hörspiel des Jahres

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Hörspiel des Monats

 

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat das Klangbuch Christine Lavant: Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus von Gerti Drassl und dem Ensemble Brot & Sterne, inszeniert von Peter Rosmanith, zum Hörspiel des Monats Oktober 2019 gewählt. Die Begründung der Jury lesen Sie hier:

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Die Edition Mezopotamya

 

Gemeinschaftsedition gegen Zensur
Im Februar 2019 ist der in Neuss ansässige Mezopotamien Verlag durch das Bundesinnenministerium verboten worden. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der BRD: Der Verlag wurde zu einer Teilorganisation der in Deutschland verbotenen PKK erklärt, alle seine Medien beschlagnahmt. Der Verlag veröffentlichte Literatur zur kurdischen Geschichte und Politik, darüber hinaus Romane, Kinder-, Wörter- und Lehrbücher. Kein Titel ist jemals rechtlich beanstandet oder gar verboten worden – und dennoch sind sie beschlagnahmt worden. Das ist politische Zensur „durch die Hintertür“, ein nicht hinnehmbarer Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Publikationsfreiheit.
Der Herausgeber*innenkreis tritt nun mit dieser Edition der Zensur des deutschen Bundesinnenministeriums entgegen und legt einen Teil des deutschsprachigen Programms aus dem Mezopotamien Verlag erneut auf. Die Titel erscheinen in einer Gemeinschaftsedition der Verlage edition 8 (CH), Mandelbaum Verlag (Ö) und Unrast Verlag (D).

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Die Utopie vom Utoquai

 

18.7.2019. Stefan Zweifel berichtet in der Neuen Zürcher Zeitung über die bislang erschienenen Bücher der Werkausgabe von Paul Parin. »Bis heute gilt vielen Psychoanalytikern (sic) der Name Utoquai als Geheimwort und Ort, wo eine grandiose Utopie zu Hause war … formierte sich 1952 eine experimentelle Praxisgemeinschaft, aus der sich eine neue Form der Ethnopsychoanalyse und ein politisches Verständnis der Psychoanalyse entwickeln sollten. Als ›Fortsetzung des Guerillakampfes …

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