Montag, 09. Dezember 2019, 19.05 Uhr


Dimensionen: Gemeinschaftsfremd und arbeitsscheu. "Asoziale" Frauen im Nationalsozialismus

 

Adressiert wurden Menschen, die nicht ins nationalsozialistische Schema passten und daher aussortiert werden sollten: die "Arbeitsscheuen" und "moralisch Verkommenen".

Wer den "reinen Volkskörper" beschmutzte, hatte keinen Platz in der Gemeinschaft. Menschen am Rande der Gesellschaft, vor allem Mädchen und Frauen, deren Lebenswandel - meist verknüpft mit Sexualität - als "liederlich" oder "triebhaft" angesehen wurde. Das führte in vielen Fällen zu Zwangssterilisation und reichte oft für die Einweisung in Arbeitslager, Erziehungslager und Konzentrationslager aus. - 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges ist die Aufarbeitung der NS-Verbrechen noch lange nicht abgeschlossen. Die Opfergruppe der sogenannten "Asozialen" wurde jahrzehntelang übersehen oder bewusst nicht bearbeitet. Betroffene waren auch nach dem Ende des Krieges weiterhin gesellschaftlich marginalisiert und diskriminiert.

Radio Österreich 1 - Dimensionen

oe1.orf.at/programm/20191209#581989/Gemeinschaftsfremd-und-arbeitsscheu

 

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