Patrick Eser, Jan-Henrik Witthaus (Hg.)


Rechtswende in Lateinamerika

Politische Pendel­bewegungen, sozio­ökonomische Umbrüche und kulturelle Imaginarien in Geschichte und Gegenwart

Das Buch widmet sich dem seit einigen Jahren in Latein­amerika zu beobachtenden Rechtstrend aus verschiede­nen disziplinären wie thematischen Perspektiven: Der Wahlerfolg von Präsidentschaftskandidaten mit einem rechten oder gar explizit rechtsextremen Profil, die Rückkehr des Militäreinflusses in zahlreichen Ländern, der wachsende Einfluss evangelikaler Kirchen, Kampagnen des lawfare gegen progressive Regierungen und Politiker*innen, die Verschärfung des politischen Klimas und Diskurses durch eine zunehmend erfolgreiche, im Zeichen des internationalen Rechtspopulismus modernisierte Rhetorik, konservative Rückzugsgefechte gegenüber dem auflebenden Feminismus – all dies sind Facetten einer lateinamerikanischen Gegenwart, die sich als »Rechtswende« beschreiben lässt. Dass diese Entwicklung keinesfalls klar ausgerichtet, widersprüchlich und umkämpft ist, soll in dem Band ebenso deutlich werden wie die Notwendigkeit, neben den sozioökonomischen Triebkräften und politischen Strukturen auch die historischen, kulturellen und ästhetischen Dimensionen der gesellschaftlichen Realitäten und Entwicklungen zu berücksichtigen.

 

Von Patrick Eser sind im Mandelbaum Verlag auch lieferbar:

Globale Ungleichgewichte und soziale Transformationen

Patrick Eser, Jan-Henrik Witthaus (Hg.)
Rechtswende in Lateinamerika
Politische Pendel­bewegungen, sozio­ökonomische Umbrüche und kulturelle Imaginarien in Geschichte und Gegenwart
26.00 €
296 Seiten
Format: 13,5x21
englische Broschur
ISBN: 978385476-887-6
Erschienen: August 2020
lieferbar

 

Menü