Auf Grundlage aktueller Buchveröffentlichungen diskutiert unser Podium die Grenzen, aber auch die Möglichkeiten verschiedener Rätebewegungen in Vergangenheit und Gegenwart. Damit verbunden ist ebenso der Anspruch, aus der Kenntnis dieser Beispiele einen geschärften Blick für die Chancen einer künftigen Rätebewegung zu gewinnen.
Mit:
Christoper Wimmer, Soziologe und Autor. Er forscht zu sozialer Ungleichheit, Armut, Marginalisierung und zur Theorie und Praxis linker Bewegungen. In seinem Buch im Karl Dietz Verlag publizierten Buch „Alles muss man selber machen“ (Karl Dietz Verlag, 2026) geht er der Frage nach, was wir von den Rätebewegungen vergangener und heutiger Tage lernen können – für eine selbstverwaltete und demokratische Gesellschaft, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag gelebt wird.
Thomas Stölting, Literaturwissenschaftler und Soziologe. Hat an verschiedenen Theatern gearbeitet, war in Hamburg Kommunalpolitiker, lebte viele Jahre in Spanien und seitdem in Berlin. Sein Buch „Franco muss vergessen werden“ (Mandelbaum, 2026) handelt davon, wer die konterrevolutionäre Gewalt forcierte, und es zeigt exemplarisch, an welche Grenzen Rätebewegungen (immer wieder?) stoßen.
Moderation: Rhena Stürmer, Historikerin. Ihre mehrfach preisgekrönte Promotionsarbeit „Jenseits des Bolschewismus“ (Wallstein, 2025) behandelt Lebenswege Weimarer Linkskommunist*innen, die zwischen den Systemen des 20. Jahrhunderts mit ihrer revolutionär-demokratischen Haltung die politischen Systeme ihrer Gegenwart herausforderten.
Salon
Franz-Mehring-Platz 1