Vor 150 Jahren begann die Pariser Commune


 

»Kein Ereignis der französischen Geschichte spreizt sich so sehr gegen die nationale Vereinnahmung wie die Pariser Kommune. Noch immer trägt es Stacheln, …«, so der Autor Richard Schuberth im Standard vom 18.3.2021.

Viele Frauen kämpften in der Commune für eine bessere Zukunft der Bevölkerung, allen voran Louise Michel als Lehrerin, Sanitäterin und Mitglied des bewaffneten Kampfes.

Ihr Buch, das bei Mandelbaum erstmals auf Deutsch vorliegt, berichtet aus der unmittelbaren Sicht einer Kommunardin, was es hieß, den revolutionären Traum … zu leben, aber auch, die blutige Rache des Kapitals und der Bourgeoisie auf sich zu ziehen. »… so liest sich das Buch als ein mitreißendes Zeitdokument, das die Motivation und die Stimmung unter den Kommunarden hautnah vermittelt«, meinte die FAZ in einem ausführlichen Beitrag und auch das Neue Deutschland weist auf die Bedeutung Louise Michels hin: »Die Ziele der Kommunarden – Überwindung der Klassengegensätze, Vergesellschaftung der Produktionsmittel, Trennung von Kirche und Staat, radikale Umstrukturierung von Justiz, Bank und Steuerwesen, Verbesserung des Bildungssystems – verknüpfte sie mit der noch ungelösten Frauenfrage.

Der ORF erinnert auf seiner Startseite ebenfalls an die Commune und hebt die Rolle der Frauen hervor.

Der 18. März ist auch der Tag der Roten Hilfe. Vor 100 Jahren wurde von sozialistischen Organisationen weltweit an die Pariser Kommune erinnert, die einen zentralen Bezugspunkt der Arbeiter*innenbewegung darstellte.

Vom 18.3. bis 21.3. sendet das Funkhaus Commune im Rahmen der diesjährigen Brecht-Tage. Unter anderem wird Eva Geber am 19.3. um 19.15 Uhr aus ihrem Roman Die Anarchistin und die Menschenfresser über Louise Michel lesen.

Schließlich sei noch darauf hingewiesen, dass seit 11. März die Ausstellung Vive la commune im Waschsalon Rotes Wien gezeigt wird.

 

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