Wann wird Israelkritik als antisemitisch eingeordnet? Gerhard Hanloser beleuchtet die Geschichte und Funktion des Antisemitismusvorwurfs im politischen Diskurs und fragt nach seinen Folgen für Debatten über Israel, Krieg und Meinungsfreiheit.
Zum Buch
Buchpräsentation von und Gespräch zu Seismograph und Impulsgeberin. Die Katholische Sozialakademie Österreichs 1958–2021 von Josef P. Mautner
Die ksœ hat über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg die Katholische Soziallehre in den Bereichen von Forschung, Erwachsenenbildung sowie betrieblicher Entwicklungsarbeit in Kirche und Gesellschaft eingebracht. Sie war eine wesentliche Akteurin in sozialethischen und gesellschaftspolitischen Diskursen.
Die Buchpräsentation bietet Einblicke in die Arbeit der ksœ von ihrer Gründung 1958 bis zum sogenannten „Relaunch“ 2021. Zusätzlich werden Zukunftsperspektiven für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen gegeben. Eine dieser Zukunftsperspektiven – Demokratiebildung in einer polarisierten Gesellschaft – wird im anschließenden Gespräch zum Thema.
Referierende:
Josef P. Mautner, Literaturwissenschaftler und Theologe, Menschenrechtsaktivist, Salzburg
Katharina Novy, Soziologin, Historikerin und Erwachsenenbildnerin, Wien
P. Alois Riedlsperger SJ, Sozialwissenschaftler und Theologe, Direktor der ksœ bis 2013, Wien
90 Jahre nach dem Spanischen Bürgerkrieg: Eine Intervention gegen die franco-faschistischen Mythen.
Autor Thomas Stölting spricht im Eulenspiegel über den Spanischen Bürgerkrieg und sein Nachwirken in die aktuelle spanische Politik.
Am Donnerstag, 16. April 2026 um 20:00 Uhr
Lesung und Gespräch im Buchladen Eulenspiegel
Hagenbruchstraße 7 in 33602 Bielefeld
Anmeldung erwünscht an: mail@buchladen-eulenspiegel.de
save the date: in Berlin
Donnerstag, 28. Mai 2026 um 20:00 Uhr
Lesung und Gespräch im Buchhändlerkeller Berlin
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz
Alt-Lietzow 12 in 10587 Berlin-Charlottenburg
Anmeldung erwünscht an: kontakt@buchhaendlerkeller-berlin.de
Ruth Maier wurde am 10.11.1920 in Wien geboren. Sie wuchs in einem wohlbehüteten, bürgerlichen Heim in Währing auf. Die Familie gehörte zu den “säkularen“ Juden in Österreich. Mit der Annektierung des Landes im März 1938 wurden Ruths Zukunftspläne und Hoffnungen abrupt beendet. Der Tag der sogenannten Reichskristallnacht war ihr 18. Geburtstag. Während es ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter gelang, rechtzeitig nach England zu fliehen, emigrierte Ruth 1939 alleine nach Norwegen. Dort lebte sie vier Jahre als Flüchtling, bis sie, während der großen „Judenaktion“ im Spätherbst 1942, in Oslo verhaftet und nach Auschwitz deportiert wurde. Dort wurde sie wenige Tage nach ihrer Ankunft am 1. Dezember 1942 ermordet. ...
Schauspielerin Julia Blechinger liest im Jüdisches Museum Wien aus Ruths Tagebüchern.
Adresse: Dorotheergasse 11, 1010 Wien. Zur Anmeldung
Auf dem Gelände des ehemaligen Aspangbahnhofs in Wien erinnert heute ein Mahnmal an die Massendeportationen von rund 45.500 Jüdinnen und Juden.
Weniger präsent im öffentlichen Gedächtnis ist, dass sich die Deportationen ab 1943 auf den Wiener Nordbahnhof verlagerten – einem Ort, der bereits zuvor über “Schutzhaft”-Transporte der Gestapo zu einer direkten Verbindung zwischen Wien und Auschwitz wurde. Zwischen 1943 und 1945 wurden von dort mehr als 2.000 als jüdisch definierte Menschen in 33 Transporten nach Theresienstadt und Auschwitz verschleppt.
Die wissenschaftliche Publikation – geschrieben von Michaela Raggam-Blesch, Dieter Hecht und Heidemarie Uhl – widmet sich erstmals der Dokumentation und historischen Einordnung dieses Deportationsortes und rückt seine Bedeutung ins Bewusstsein.
Das Gespräch mit Michaela Raggam-Blesch und Dieter Hecht führt Matti Bunzl.
Dienstag, 21. April 2026, 18:30–20:00
Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8
Autorin Brigitte Rath im Gespräch mit Anna Katharina Laggner über ihr Buch: Frei denken, frei leben. Olga Misař Aktivistin . Pazifistin . Feministin
Am Dienstag, 12. Mai 2026, Einlass 19 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr
RundPunkt 11 (vormals Aktionsradius Augarten)
Gaußplatz 11, 1200 Wien
Olga Misař gehörte zu den politisch aktivsten Frauen ihrer Zeit – nicht nur in Österreich, sondern auch international. 1919, bei den ersten österreichischen Wahlen, an denen Frauen teilnehmen durften, kandidierte sie für die Demokratische Mittelstandspartei, die den Einzug ins Parlament allerdings verfehlte. Als Journalistin, Schriftstellerin und Aktivistin war sie öffentlich präsent.
Wie jedes Jahr werden auch 2026 unabhängige und kleine Verlage aus Wien und dem deutschsprachigen Raum vorgestellt. Diese sind eingeladen, ihr Sortiment an alternativen, gesellschafts- und sozialkritischen Büchern zu präsentieren. Politische Initiativen, die Zeitschriften und Broschüren herausgeben, sind ebenso immer vertreten.
Ein ansprechendes Rahmenprogramm mit Lesungen, Buchpräsentationen und Gesprächen – alles bei freiem Eintritt! – bringt interessierte BesucherInnen, AutorInnen und VerlegerInnen in solidarischer Atmosphäre in Kontakt.
Freitag, 15. Mai: 14–20 Uhr
Samstag, 16. Mai: 12–18 Uhr
Sonntag, 17. Mai: 12–18 Uhr
Veranstaltungsort der Buchmesse:
KunstSozialRaum Brunnenpassage
Brunnengasse 71 / Yppenplatz, 1160 Wien
34 teilnehmende Verlage und Initiativen. 15 Lesungen im Rahmen der Messe.
Autor Stefan Marx liest aus seinem neuen Buch "Drogen und Kapital" am Sonntag, den 17. Mai um 17 Uhr.
Goldy Parin-Matthèy und Marie Langer
Unter den über 1.400 Freiwilligen aus Österreich auf der Seite der Spanischen Republik (1936-39) befanden sich auch 34 Frauen, die vor allem – aber nicht nur – im Sanitätsdienst der Internationalen Brigaden tätig waren.
In zwei aktuellen Büchern über die aus Graz stammende Goldy Matthèy bzw. von der aus Wien stammenden Marie Langer werden die Wege dieser beiden Spanienkämpferinnen nachgezeichnet.
In beiden Büchern wird neben deren Sozialisation und ihrem politischen Engagement nicht nur im Spanischen Bürgerkrieg, sondern auch danach auch auf ihre Tätigkeit als Psychoanalytikerinnen in Westafrika bzw. Lateinamerika eingegangen.
Autor Stefan A. Marx präsentiert sein Buch "Drogen und Kapital", in welchem er die globale Drogenökonomie im Spannungsfeld von Befreiung und Unterdrückung analysiert. Im Gespräch mit Alex Soliman beleuchtet er historische Entwicklungen, ökonomische Interessen und politische Verflechtungen – und diskutiert, welche Rolle Drogenmärkte in gegenwärtigen Machtstrukturen spielen. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Austausch.
Wo: Thalia Wien - Mariahilferstraße
Wann: 20. Mai 2026 ab 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Gabriele Anderl stellt ihr Buch "Jüdisches Leben in Wien Landstraße" im Gespräch mit Robert Graham Knight vor.
Donnerstag, 28. Mai 2026 um 18:30 Uhr
Museum Dorotheergasse
Einlass 18:00 Uhr
Eintritt frei, Anmeldung erbeten
Liederabend mit Lesung aus dem Buch: „Dear Papa, how is you?“. Briefe von Erich Wolfgang Korngold, von Liz Malina.
Musiksalon
Donnerstag, 28. Mai 2026, um 19 Uhr
Palais Mollard, Herrengasse 9, 1010 Wien
Der Eintritt ist frei!