Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Mandelbaum Verlags präsentiert die Ausstellung in der Philipp-Schaeffer-Bibliothek über 100 Titel aus den Bereichen politisches Sachbuch, Zeit- und Globalgeschichte, Gesellschaftstheorie, soziale Bewegungen, Feminismus, Ökologie und Psychoanalyse sowie kulturgeschichtlich fundierte Kochbücher. Die Auswahl gibt Einblick in die thematische Breite des Verlagsprogramms und verbindet politische, historische und kulturelle Fragestellungen mit kulinarischer Kulturgeschichte.
Zur Finissage der Ausstellung am 30. Oktober 2026 präsentieren Karolina Dreit und Kristina Dreit ihr Buch Working Class Daughters. Über Klasse sprechen in Form einer performativen Lesung.
Zur kostenlosen Anmeldung
Franziska Ammer und Roland Krebs von der Gebietsbetreuung laden zu einem Stadtspaziergang durch das Gebiet des Nordbahnhofs. Dabei gehen sie u.a. auf die Geschichte des und der umliegenden Viertel vor 1938 und die Stadtentwicklungsprozesse der letzten Jahrzehnte ein.
Die anschließende Buchpräsentation mit Michaela Raggam-Blesch und Diether Hecht wird moderiert von Magdalena Bauer vom DÖW.
Mittwoch, 16.09.2026
GB*Stadtteilmanagement Nordbahnviertel / Nordwestbahnhof
Treffpunkt: Nordbahnstraße 14, 1020 Wien
17 – 18 Uhr Spaziergang durch das Volkertviertel und das Nordbahnviertel
18 – 20 Uhr Buchpräsentation im Stadtteilmanagementbüro
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Der Umgang von Marx und Engels mit Rassismus ist heiß umstritten. Waren beide selbst verkappte Rassisten – oder haben sie bereits en passant eine kritische Rassismustheorie entwickelt? Waren sie in ihrem Blick auf die sie umgebenden rassistischen Verhältnisse schlicht ›Kinder ihrer Zeit‹ – oder im Gegenteil ›ihrer Zeit weit voraus‹?
Die Debatte hat hohe aktuelle Bedeutung, weil der Vorwurf der Marxismus sei „rassistisch“, gerade unter jungen Leuten ein falsches Bild erzeugt. Auch die vor kurzem in Wien geführte Debatte, der Karl-Marx-Hof solle umbenannt werden, ging auf diesbezügliche Vorwürfe gegen den Marxismus zurück.
Lukas Egger (Wien) hat mit Wulf D. Hund (Hamburg) und Felix Lösing (Lüneburg) dazu das Buch „Marx, Engels und der Rassismus ihrer Zeit“ geschrieben.
Im Gespräch mit Michael Hopp stellt Egger die zentralen Ergebnisse der Studie vor – und verweist auf die Perspektive einer historisch-materialistischen Rassismustheorie. Diese ist das Gegenteil einer kanonischen Marx-Engels Exegese, die Widersprüche glättet, und Marx und Engels gegen jede Kritik verteidigt.
Über 2.000 Kopfbedeckungen sammelte der legendäre Augustin-Verkäufer Gerri Geiger (1968 – 2026) auf seinen Streifzügen durch die Stadt. Eine Sammlung, wie sie wienerischer nicht sein kann. Der Künstler Jürgen Glück, der Gerri beim Augustin-Verkauf kennenlernte, hat mehrere Hundert dieser «Kapperle» fotografiert. Nach seinem frühen Tod gibt der Augustin gemeinsam mit Jürgen Glück einen Teil der Sammlung als Buch heraus: ein Sammlungskatalog der ganz besonderen Art!
Buchpräsentation von Kapperle. Die Sammlung Gerri Geiger
Musik: Hirsch Fisch